Studentinnen der Karlshöhe erkunden Sozialraum.

Juli 2017 und Januar 2018 präsentieren Studentinnen der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg die Ergebnisse ihrer Befragungen im Sozialraum der Häuser. Die Evangelische Altenheimat hat Herrn Professor Eckart Hammer für die Analyse zu Image, Wirkung der Häuser im Umfeld und zum Bedarf in den Gemeinden gewinnen können. Ein wichtiger Aspekt dabei: Werden die Häuser der Evangelischen Altenheimat vor Ort sowohl als Kompetenz- als auch Beratungszentren wahrgenommen?

Vor dem Hintergrund der Veränderungsprozesse in der Pflege durch die Pflegestärkungsgesetze und entsprechend der Forderungen des 7. Altenberichts der Bundesregierung hat sich die Evangelische Altenheimat zum Ziel gesetzt, ihre gemeinwesen- und quartiersorientierte Ausrichtung und Außenwirkung zu reflektieren und neue Bedarfe in den Blick zu nehmen.

In zwei Zeiträumen, Juni und November 2017, schwärmen Studentinnen der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg im Auftrag des Pflegeheimträgers aus, um leitfadengestützte Interviews mit Schlüsselpersonen aus dem Umfeld der Einrichtungen zu führen. Diese werden ausgewertet und zusammengefasst, Rückmeldungen über das Haus sowie Erwartungen und Bedürfnisse im Umfeld werden herausgefiltert und 2017 bzw. Januar 2018 in der Hauptverwaltung der Evangelischen Altenheimat präsentiert.

Das Image ist fast ein wenig langweilig", fasst Prof. Hammer die Ergebnisse der Befragungen seiner Studentinnen zusammen: An allen Standorten ist die Reaktion grundsätzlich positiv und begeistert ausgefallen. Professionell, kompetent, konzeptionell offen, gute Zusammenarbeit von Pflege und Betreuung, liebevoller Umgang mit dem Bewohner, familiäre Atmosphäre und in die Gemeinde vernetzt, spürbar ethisch und evangelisch geführt - lauten die Urteile.

Die Sozialraumanalyse macht darüber hinaus deutlich, wo Entwicklungsbedarf ist. Die Beratungskompetenz in den Häusern wird zwar von Menschen im Ort genutzt, aber die Häuser werden weniger als Beratungsinstanz in der Gemeinde wahrgenommen. Um dies zu erreichen, braucht es noch weitere konzeptionelle Schritte und einen längeren Atem.

Die Einrichtungen werden grundsätzlich als offene und vernetzte Häuser wahrgenommen. Positiv gesehen wird, dass Mitarbeitende und ehrenamtlich Engagierte wertschätzend miteinander arbeiten und die Wertschätzung auch dem Bewohner zukommt, auch wenn die personelle Situation hier und da angespannt ist. Was kann getan werden, um gute Mitarbeitende zu halten und Fluktuation wirkungsvoll entgegen zu wirken? Auch dazu macht sich das nähere Umfeld Gedanken. Die kompetente Pflege, auch bei Demenz, die professionelle Leitung und die christliche Prägung sind weitere lobende Einschätzungen.

Manchmal fällt das Lob aus dem Umfeld geradezu schwärmerisch aus wie in Steinenbronn: "Es ist ein Stern vom Himmel gefallen" - so der Kommentar des Bürgermeisters zur Heimleiterin des 2010 eröffneten Seniorenzentrums.